2004

 Auf dieser Seite können Sie alles nachlesen, was wir in diesem Jahr im Magazin (nicht nur) für deutschsprachige Immobilieneigentümer “UNGARN-SPIEGEL” veröffentlicht haben:

Dezember 2004

Fast geschafft – das Jahr 2004. Wie nicht anders zu erwarten ein Jahr mit großen Veränderungen im Land. Wenn man allerdings so anschaut, welche Veränderungen der EU-Beitritt für den „normalen, deutschsprachigen Immobilieneigentümer“ gebracht haben, so gibt es nicht allzu viel festzustellen. Vielleicht lassen sich Veränderungen im nächsten Jahr feststellen – in diesem Jahr hat sich nach unserer Beobachtung „nichts“ getan. Das ist umso bedenklicher, als dieses Jahr sicher eines der schwersten Jahre seit der „Wende“ war.

Obwohl die Oberfläche recht ruhig zu sein scheint, kann man deutlich fühlen, wie wirtschaftlich außerordentlich schwierig dieses Jahr für die Bevölkerung war. Eine anhaltende Konsumfreude ist auf ein schwieriges Umfeld auf dem Arbeitsmarkt gestoßen. Dazu kommen die „ganz normalen“ Preissteigerungen, denen zumindest im Tourismusbereich deutliche Einkommenseinbrüche gegenüber stehen.

Dazu kommt ein weiterer, deutlicher Rückgang der Umsätze im Immobiliengeschäft. Unsere eigene Statistik zeigt einen Rückgang um ca. 50% im Verhältnis zum Vorjahr. Bei den Preisen für Wohn- und Ferienhäusern stellen wir die ersten Preiseinbrüche fest. Auch das ist eine normale Entwicklung. Der große „Schwung“ von ausländischen Käufern ist ganz einfach ausgeblieben und zwingt manchen Verkäufer zu deutlichen Zugeständnissen..

Auch für unser Unternehmen war das vergangene Jahr ein Jahr in einem schwierigen Umfeld. Angefangen hat das erlebnisreiche Jahr mit unserem Umzug von Fonyód nach Balatonboglár, der sich lange hinzog weil es KÖGAZ nicht schaffte ca. einen Meter von unserer Grundstücksgrenze in unser Grundstück zurück zu legen. Im weiteren Verlauf des Jahres mussten wir etwas kürzer treten, verschnaufen und Kräfte sammeln. Inzwischen warten wir aber schon mit Interesse auf das neue Jahr.

Am meisten berührt hat uns in diesem Jahr die Tatsache, dass ein ungarischer Anwalt versucht hat, uns wegen „Rufschädigung“ zu belangen. Das war ja noch ganz o.k. – schließlich muss man alles versuchen, um als Anwalt zu „überleben“. Der Prozessverlauf war etwas eigenartig – alle von uns benannten Zeugen wurden als „unrelevant“ eingestuft und einfach nicht geladen. Anders die Gegenseite: dort wurden alle Zeugen geladen. Darunter auch ein Deutscher und eine Rumänin – mit einem Deutschen verheiratet. Die beiden Zeugen haben sich nicht geschämt, Abzockerei und Bauernfängerei gut zu finden. Der eine – wie er schnell erklärt mit „Touristenstatus“- konnte unser Arbeit mit seinem Gewissen nicht vereinbaren. So auch die andere – die blitzartig in den letzten Tagen entdeckt hat, dass es „so nicht geht“. Am meisten an der Sache hat gestört, dass beide einschlägig aufgefallen sind. Der eine als „Meister für Alles und Nichts“ und die andere als Geschäftsführerin eines „Pfuschunternehmens“. Erfahren konnten wir von einem anderen Zeugen auch „nettes“ über die Einstellung zweier Herren, die mit „deutschsprachiger Presse“ zu tun haben – der Eine als Herausgeber, der Andere als „Redakteur“. Na ja – mal sehen, was die bestimmt erforderliche II. Instanz zur Sache sagt.

Und damit sind wir auch gleich bei der Sache, die im Jahr 2004 bei unserer Arbeit am meisten aufgefallen ist. Es scheint leichter als je zuvor, einen Rechtsstreit gegen einen Ausländer zu gewinnen. Allein drei Urteile sind auf unserem Tisch gelandet, die einen deutschsprachigen Immobilieneigentümer dazu verurteilt haben, einem ungarischen „Nachbarn“ ein Wegerecht über das eigenen Grundstück einzuräumen. Und um es klar zu sagen: in allen Fällen wurde der deutschsprachige Eigentümer unter mehreren (ungarischen) Nachbarn ausgesucht und verklagt, obwohl es kürzere, billigere und was auch immer für Wege gegeben hätte.

Und dann gab es da noch zwei Zwangsversteigerungen, die mehr oder weniger zufällig deshalb verhindert werden konnten, weil der jeweils zuständige Gerichtsvollzieher „auf Verdacht“ bei uns angefragt hat, ob wir wohl die Schuldner kennen würden. Zufällig war die Antwort: ja! Und ob man es glaubt oder nicht: beide Versteigerungen hätten ohne das Wissen der Eigentümer auch stattgefunden. Und ob man es glaubt oder nicht: das jeweilige Haus wäre „weg“ gewesen. Und ob man es glaubt oder nicht: es gibt solche Fälle schon. Der Auslöser ist immer der Gleiche: die Post kommt nicht an! Vielleicht kommt der Brief beim Anwalt an, der seinerzeit den Kaufvertrag protokollierte, oder beim Nachbarn der sich um alles kümmert, oder beim „besten Freund“ – angekommen ja – weitergeleitet: nein! Alleine der Gedanke, dass eines Tages der Hausschlüssel nicht mehr passt ist „prickelnd“...

Wie heißt es doch so schön: „Es war immer schon besser, ein wenig vorzusorgen ...“

Doch jetzt schließen wir das Jahr 204 langsam ab. Es bleibt uns nur noch, allen Mitgliedern, Freunden, Partnern und Lesern des Ungarn-Spiegel einen ruhigen Jahresabschluss zu wünschen. Vielleicht sehen, hören und „lesen“ wir uns im nächsten Jahr wieder. Würde uns freuen ...

 

November 2004

stiftungeigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

10% Zins p.a.  - mit Speck fängt man Mäuse. Vor einigen Jahren war es Südafrika, vor drei Jahren Argentinien: Kapitalanleger haben allein in Argentinien zum heutigen Tage um die 70% Ihres Kapital verloren! – und keiner wundert sich, wenn es für eine Geldanlage in Forint auch 10% Zins pro Jahr gibt. Immer wieder einmal werden wir gefragt, was man wohl mit den Spargroschen aus Deutschland machen solle? Und dann hören wir, dass es in Ungarn ja gute Zinsen geben soll – und zwar auch für Geldanlagen in Euro. Man glaubt es kaum: ein großes ungarisches Geldinstitut bietet bei einer Kapitalanlage auf Euro-Basis für zwei Jahre 8,1% Zinsen. Das hört sich so gut an, dass man nur losrennen kann. Na ja – wir habe uns das Kleingedruckte angeschaut. Der Zinssatz von 8,1% stimmt. Die Laufzeit von zwei Jahren stimmt auch. Die Sache ist ganz einfach: 8,1% Zins für zwei Jahre bedeutet eben einen Zinssatz von 4% pro Jahr! Und das man möglicherweise keine Euro zurück bekommt, sondern Forint, lässt einen genüsslich mit der Zunge schnalzen, wenn man es aufregend mag

Abgesehen davon, dass es in Ungarn eben doch keine 8% pro Jahr für Euro-Anlagen gibt stellt sich die Frage: Warum bekommt man dann für Forint-Guthaben immerhin zwischen 8% und 10% Zinsen pro Jahr? Ein gutes Geschäft? Klar – wenn da der ständig wechselnde Forintkurs nicht wäre. Und ein paar andere Dinge mehr...

Und deshalb an dieser Stelle unsere obligatorische Antwort : die für Forint-Guthaben bezahlten Zinsen sind (wie überall) der Ausgleich für das Risiko des Geldgebers/Anleges von seinen Spargroschen ein paar zu verliegen. Wer sich dieses Risiko leisten kann und will, legt eben sein Geld in Forint an.

Und wenn wir gerade „beim Geld“ sind: Ab und zu werden wir gefragt, warum es so viele Leute gibt, die Mitglied der „Stiftung deutscher Immobilieneigentümer in Ungarn sind“. Und  warum diese Leute einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 75 Euro pro Jahr bezahlen. Was sollen wir nun da antworten? Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder sind diese Leute dumm., oder klug! Keiner unserer Mitglieder hat etwas zu verschenken. Sicher gibt es einige, die einfach Mitglied sind, weil es auch nicht schadet – und weil manch guter Nachbar aus lauter guter Nachbarschaft für ein paar „Normalitäten“ weit mehr verlangt. Die meisten aber haben sich die Sache gut überlegt – also eher kein dummes Verhalten ....!

Womit wir beim „Verhalten“ sind. Vor kurzem hat uns jemand in etwa so geschrieben: „...die schlimmsten (Gauner) hier (in Ungarn) sind die Deutschen ...“Was einen zunächst ärgert bekommt bei gelassener Betrachtung unserer Akten Sinn: es ist schon „was dran“. Im Umkreis von einer dreiviertel Autostunde alleine um Balatonboglár gibt es (mindestens) vier deutschsprachige Immobilienmakler, drei „Bauunternehmer/Architekten“, eine Handvoll „Meister“ und ein „paar“ sonstige Geschäftsleute die man bei allem „Wohlwollen“ ganz einfach als unseriös bezeichnen muss Das scheint zwar auf den ersten Blick nicht allzu viel zu sein. Wenn man aber berücksichtigt, dass eben doch ein Jeder versucht, zuerst einmal mit einem Landsmann (egal ob Deutscher oder Österreicher) ins  Geschäft zu kommen, bleiben schon eine Menge Geschädigte übrig. Also gilt: Gut aufpassen, wenn es zu schön wäre,  um wahr zu sein ...

Doch Spaß beiseite: es scheint tatsächlich so zu sein, dass so mancher alle „guten Sitten“ vergisst und sich mit den miesesten Methoden anfreundet. Keine ordentliche Rechnung, keine Gewährleistung, absolut überzogene Preise und am Schluss ein überzeugtes „nem ertem“ – vereinfacht: „nix verstehn - leck´mich doch ...“.

Und sonst? Was gibt´s Neues? Nun – einen klitzekleine Kleinigkeit lesen Sie in dieser Ausgabe des Ungarn-Spiegel. Wenn man von den ganz normalen Schwierigkeiten diese schönen Ungarn absieht, dann gibt es zur Überraschung eines Manchen festzustellen, dass zwar so mancher Ungar zu resignieren scheint – aber die „großen Spieler“ sich still und leise zurück melden. Allerdings kommen nicht die Investoren zurück, die personalintensive Geschäfte betreiben. Es kommen die Immobilien-Spezialisten  - nicht die Wohnzimmer-Makler, sondern die Macher in diesem Geschäft. Hier geht es nicht um „100 Millionen Forint“ – das macht nur auf einen Leser Eindruck, der nicht weiß, was 100 Millionen Forint in Euro sind (weniger, als man an einem Abend bei Günter Jauch gewinnen kann!). Es kommen Leute die eine „kleine Milliarde Euro“ investieren – und das sind eben Plus/Minus 240 Milliarden Forint – und damit mehr als mancher Posten des Staatshaushaltes. Wir schließen uns der Meinung dieser Leute an! Es lohnt sich, in Ungarn zu investieren – aber man sollte sich eben auskennen....! 

 

Oktober 2004

stiftungeigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Heute wollen wir die Gelegenheit nutzen und einige der „bunt durch den Gemüsegarten“ eingehenden Anfragen in der gebotenen Kürze zu besprechen. Warum auch immer – aktuell sind zur Zeit mehr denn je Fragen zur Krankenversicherung. Der EU-Beitritt hat anscheinend eine wachsende Zahl von Leuten motiviert, ihre Zelte im Heimatland abzubrechen – so wie es aussieht in einigen Fällen aber etwas unbedacht. Viele haben viel „gehört“ – aber so richtig informiert hat sich nur ein kleiner Teil. Mancher ist der Meinung, in Ungarn leben zu können und trotzdem in Deutschland (kranken-)versichert zu sein. Das haut allerdings nicht hin. Sobald man seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, ist Schluss mit einer deutschen Krankenversicherung. Auch die immer wieder gehörte Theorie, als Rentner/Selbständiger/Arbeitsloser könne man sich für ein paar Tausend Forint extrem günstig versichern, ist leider nur eine Theorie. Und selbst wenn man sich entschließt, die deutsche Krankenversicherung gegen das ungarische Pendant zu tauschen, ist man gut beraten sich vorher ausgiebig zu informieren. Die Leistungen sind nicht vergleichbar!

Die nächste regelmäßig gehörte Frage gilt dem Thema „Geld verdienen“. Mancher träumt davon, Deutschland oder Österreich zu verlassen und sein Glück in Ungarn zu finden. Auch hier ist eine wachsende Zahl von Leuten zu registrieren, die mehr dem Zufall vertrauen, als einer Planung. Sicher – es ist sehr leicht, in Ungarn ein Gewerbe anzumelden. Praktisch alle wollen einer handwerklichen Tätigkeit nachgehen. Das scheint einfach zu sein – wäre es auch, wenn man in Ungarn geboren wäre, Ungarisch sprechen würde, eine ungarische Schule besucht hätte und nicht darauf angewiesen wäre, für deutschsprachige Kunden zu arbeiten. Der Strom der Immobilienkäufer ist schon lange abgebrochen. Was nützt die schönste Firma, wenn man keine Aufträge hat. Klar – jeder ist sich sicher, besser als die Konkurrenz zu sein. Tatsache ist aber, dass wie diesen Markt seit Jahren beobachten – und überwiegend feststellen müssen, daß von diesen Existenzgründern nach zwei Jahren keiner mehr „da“ ist.

Und gleich nach der Frage des Geld verdienens als Handwerker oder Händler kommt die Frage nach der Möglichkeit Ferienwohnungen an Touristen zu vermieten. Die Rechnung ist einfach: ein Tourist bringt 15 Euro am Tag – vier Touristen bringen 60 Euro am Tag – mal 30 Tage sind 1.800 Euro im Monat. Und wenn man „ein paar Monate“ vermietet, dann „reicht es schon“. Da kann nur geschmunzelt werden. Sicher – wir haben Mitglieder, die teilweise mehr als 6 Monate im Jahr Gäste haben. Aber das kommt nicht von „nichts“. Dafür wurde in guten Jahren lange und hart gearbeitet. Den Service dort kann ein „Newcomer“ kaum erreichen – von dem Zugriff auf Stammgäste ganz zu schweigen. Na ja – und die Konkurrenz ist riesig und schläft nicht. Also auch nicht so richtig das „Gelbe vom Ei“.

Danach kommt dann auch schon die Auseinandersetzung mit den Versorgungsunternehmen – angeführt von den Stromlieferanten, dicht gefolgt von den Telefongesellschaften. Nicht für jeden ist es verständlich, dass es in Einzelfällen unmöglich ist, eine Abbuchungsermächtigung auch durchzusetzen. Vom hartnäckigen ignorieren mancher Sachverhalte wollen wir lieber schweigen. Zur allgemeinen Belustigung ein Fall aus unserem Arbeitstag: ein Deutscher kauft ein Haus in einem kleinen Dorf. Als ordentlicher Mann marschiert er in Begleitung des „perfekt deutsch sprechenden“ Nachbarn zum Stromwerk, um sich dort anzumelden. Der Nachbar souffliert bei der Anmeldung: ... das ist der Peter mit dem Haus ...“ Der Beamte schreibt brav auf: Vorname: Peter, Nachname: Mithaus (der...mit dem Haus ...). Der glückliche Immobilieneigentümer beschäftigt sich nicht mit dem Formular, das er sowieso nicht lesen kann und unterschreibt. Der Nachbar unterschreibt auch gleich für den Verkäufer (ist „egal“), damit die Sache ihre „Ordnung“ hat. Ergebnis: ein neuer Verbraucher mit dem Namen Peter Mithaus ist geboren. Die Sache zu korrigieren ist seit über einem Jahr nicht gelungen. Grund: wenn der Kunde „Mithaus“ nicht unterschreibt, dann kann keine Ummeldung vorgenommen werden. Weil es aber keinen Ausweis für den „Herrn Mithaus“ gibt, klappt das eben nicht. Es ist kaum zu glauben und trotzdem wahr!

Der letzte Punkt der aktuellen „Hitliste“ ist die Frage, warum es mit der Post „nicht klappt“. Diese Thema betrifft praktisch alle, die nicht auf Dauer in Ungarn leben. In manchen Fällen entscheidet der Postbote über Zustellung, oder nicht. Auch wir stellen immer wieder verblüfft fest, dass wir Post zurück bekommen mit dem Vermerk „unbekannt“, „verzogen“ „Ferienhaus“ (bedeutet: derzeit keiner da). Machen lässt sich da nichts. Die einzige Möglichkeit ist die, einen zuverlässigen Postbevollmächtigten zu bestellen, der auch konkret diese Aufgabe wahrnimmt – dann ist Schluss mit nicht angekommener Post, oder persönlichen Briefen, über die der ganze Ort spricht. Auch das ist kaum zu glauben und trotzdem wahr!

 

September 2004

stiftungeigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Die Saison ist zu Ende – das normale Leben rund um den Balaton beginnt wieder. Und damit auch die Beschäftigung mit den „normalen Fragen“. Zu diesen Fragen gehörte in den letzten Tagen unter anderem die Frage, warum von Ausländern ein unglaublich hoher Betrag verlangt wird, wenn diese in Ungarn ein Kraftfahrzeug zulassen. Und dann wurde gefragt, ob man denn für ein Moped einen Führerschein benötigen würde und ein Dritter stellt mit Erstaunen fest, dass Gelder aus der Vermietung von Ferienwohnungen versteuert werden müssen – und so waren es noch ein paar Dutzend Fragen mehr!

Fast allen konnte geholfen werden – wenn auch oft nicht so, wie es wohl erwartet worden wahr. Warum wohl? Weil der unverwüstliche Glaube vorherrscht, in Ungarn wäre „alles anders“. Diese Meinung entwickelt sich in aller Regel ganz am Anfang. Wenn man noch freundlichen Ratschlägen glaubt, die so etwas behaupten. Wenn man selbst auch gerne noch an so etwas glauben möchte!

Eingeholt von der Realität wird dann ein mancher durch die letztendlich zutreffende Auskunft, die ein mancher von uns erhält:

Wer Einkünfte aus Mieteinnahmen hat, die die einschlägigen Freibeträge übersteigen muss nicht nur pünktlich die vereinnahmte Kurtaxe abführen, sondern auch Einkommensteuer zahlen! Das vergisst ein Mancher nur gar zu gerne – und landet so irgendwann in der Kategorie der Steuerhinterzieher. Gewiss – ein Volkssport – nicht nur in Ungarn! Aber eben in Ungarn mit sehr heftigen Strafen bedroht. Und dann helfen alle Tränen nichts ...

Ähnliches gilt für die Führerscheinfrage. Egal wie „klein“ das Mofa oder Moped ist – wer so ein Ding fährt, braucht eine Fahrerlaubnis. Es hilft auch nichts, darauf hinzuweisen, dass man für so ein „Spielzeug“ weder in Österreich, noch in Deutschland einen Führerschein brauche. Klar – wenn das Gefährt im Ausland zugelassen ist und der Fahrer in diesem Land keinen Führerschein braucht, dann ist alles o.k. und er kann mit dem Ding auch in Ungarn rumgondeln. Wer aber ein Gefährt mit ungarischer Nummer fährt (...war ein Schnäppchen...!), braucht eine Fahrerlaubnis nach ungarischem Recht! Sicher: wo kein Kläger, da kein Richter – aber wehe, es geht etwas schief! Dann verlieren Sie vielleicht ganz schnell die Freude an Ungarn ...

Na ja – und die Kfz-Zulassungsgebühr ist keine „Schikane-Gebühr“ für Ausländer, sondern eine ungarische Normalität. Seit ein paar Monaten wird bei der Zulassung eines Kraftfahrzeuges eine deftige Gebühr verlangt. Und wer versucht eine hubraumstarke Limousine der Marke BMW oder Mercedes zulassen zu wollen, wird schnell „blass um die Nase“! Bei einem Hubraum über 3.500 ccm fallen Zulassungsgebühren zwischen 1,8 und 2,3 Millionen Forint (!) an. Und was das verblüffende ist: das hat Jedermann zu zahlen! Ja, ja! Wie schön waren doch die Zeiten, als man „nur“ den Einfuhrzoll und die Mehrwertsteuer zu zahlen hatte ...

Und sonst? Saisonende! Die Weinlese steht an. Weinfeste allerorten! Gehen Sie doch einfach mal hin! Machen Sie nicht lange rum und setzen sich an einen Tisch, an dem schon jemand sitzt. Lernen Sie vorher vielleicht noch die notwenigen Worte für eine kleinen „Small-Talk“. In Fonyód z.B. hat eine kleine Sprachschule eröffnet, die auch auf der Nordseite aktiv tätig ist. Dort erfahren Sie „nebenher“ auch noch etwas über Land und Leute. Also los geht´s!

Der September ist auch der Monat, in dem die zweite Rate der Grundsteuer fällig wird. Wenn Ihnen der Betrag zu hoch erscheint, dann fragen Sie doch mal „ihren“ Bürgermeister, warum einige Gemeinden die Grundsteuer für 2004 reduziert haben und er nicht. Merken Sie sich die Antwort – man weiß ja nie ...

 

August 2004

stiftungeigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Versicherungen – gut das man sie nicht braucht, wenn man sie hat

Als Geschäftsführer der größten Interessenvertretung deutscher/deutschsprachiger Immobilieneigentümer in Ungarn kommen täglich Fragen auf mich zu, deren Antwort ganz einfach ist – sollte man glauben. Eine dieser so einfachen Fragen, ist die Frage: Welche Versicherungsgesellschaft ist für mich die Beste? Oft schließt sich dann die Frage an: Ich bin dort versichert! Sagen Sie mir bitte, was ich im Schadensfall bekomme und ob meine bezahlte Prämie marktgerecht ist.

Eigentümliche Fragen nicht wahr – schließlich gibt es auch in Ungarn eine Menge Versicherungsvertreter. Ich habe mir sagen lassen, viele leben (auch) von Geschäften mit Ausländern – das müssten dann doch Leute sein, die unsere Sprache sprechen und Auskunft geben können! Nun sind wir ja in der Provinz – also gibt es vielleicht bei uns etwas andere Spielregeln als in der „großen Stadt“.  Trotzdem gilt auch hier: die beste Gesellschaft ist die, die bezahlt wenn etwas passiert ist – aber das weiß man erst hinterher!

Aber die zweite Frage bringt mich mehr in Verlegenheit. Tatsache ist nämlich, dass das „Kleingedruckte“ in vielen Fällen den Zusagen der Vermittler widerspricht (das gibt es in Deutschland auch). Aber anscheinend kann hier manch ein Vertreter „einfach“ Zuschläge auf die Prämien schlagen, die durch kein Tarifbuch abgedeckt sind.

Und zu diesem Thema Auskünfte zu erhalten, scheint fast unmöglich. Tatsächlich liegen Policen auf meinem Tisch wo bei identischen Verhältnissen Prämienunterschiede vom mehr als 100% auftreten. Und fast niemand weiß, welche Beträge im Ernstfall bei einem Einbruch/Diebstahlschaden tatsächlich ersetzt werden, denn in den Policen stehen Beträge, die teilweise durch das „Kleingedruckte“ außer Kraft gesetzt werden.

Aktuell fällt uns die „GENERALI-Versicherung“ auf. Dort scheint es möglich zu sein, dass von einem Filialdirektor einer Vertreterin „Vollmacht“ erteilt wird, die Gesellschaft zu vertreten und Versicherungsunterlagen zurück zu halten – in Westeuropa ein unmöglicher Zustand – wir werden die Angelegenheit mit Aufmerksamkeit verfolgen.

Doch das ist nur ein Fall von vielen. Wenn Sie diesen Bericht lesen, ist Hauptsaison am Balaton. Zigtausende von Fahrzeugen bewegen sich täglich rund um das „ungarische Meer“. Wo viele fahren, steigt das Risiko von Unfällen. Ein Grund nachzufragen. Nachzufragen, wie denn ein ungarischer Autofahrer versichert ist. Das Ergebnis verblüfft! Von sechs willkürlich befragten Autofahrern wusste keiner, wie hoch denn nun die Deckungssumme seiner Kfz-Haftpflicht ist. Also von wegen „unbegrenzte Deckungssumme“ oder so was. Es bleibt zu raten, jeden Unfall sofort der Polizei zu melden – sonst könnte es passieren, dass Sie am Schluss auf einem Schaden „sitzen bleiben“. So – nun genug „geblubbert“ über die leidige Versicherungsfrage in Ungarn.

Aber das passt ganz gut zur immer wieder gestellten Frage: was kostet denn nun so ein Haus in Ungarn an Unterhalt? Das ist ein heikles Thema. So ähnlich wie beim Angeln, oder gar beim Thema „mit drei Buchstaben“ (beginnt mit S..) gibt es auch hier mehr Wünsche als Realität. Das beginnt mit den ganz normalen Kosten wie z.B. der Grundsteuer. Diese jährliche Steuer beträgt im Durchschnitt so zwischen 400 und 500 Forint pro qm Wohnfläche/Jahr. Macht bei 100 qm also locker z.B. 45.000 Forint. Dazu kommen dann Versicherungsbeiträge für die Gebäudeversicherung. Auch hier kann man im Schnitt getrost von mindestens 45.000 Forint ausgehen. Dazu kommt Wasser, Strom und evtl. Gas. Egal wie man es macht – das summiert sich auch ganz schnell auf um die 100.000 Forint pro Jahr. Na ja – ein Ferienhaus muss auch gepflegt werden. Also darf man für Renovierung, Rasenmähen und etwas Farbe noch mal 50.000 Font im Jahr kalkulieren. So summieren sich die „ganz normalen Kosten“ schnell auf 240.00 Forint pro Jahr (oder  um die 1.000 Euro/Jahr). Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Haus in Ungarn gut überlegt sein muss. Ich will aber nicht verschweigen, dass praktisch alle anderen Länder in Europa noch teurer sind (mit Ausnahme Osteuropas – wo allerdings der Wunsch nach einem Ferienhaus eher die Ausnahme ist). Wenn es also ein Ferienhaus sein soll, dann in Ungarn! Wo denn sonst?

 

Juli 2004

stiftungeigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Es rührt sich was im Staate – obwohl das schon sehr überraschend für uns ist. Was sich rührt? Nein, nein – nicht das Gewissen eines manchen Bürgermeisters oder Gemeinderates – ganz bestimmt nicht. Aber die Ansätze, die wir in den letzten Wochen feststellen konnten, sind schon sehr erfreulich.

Zunächst einmal hat eine Gemeinde auf der Südseite des Balaton am 1. Juni eine Versammlung abgehalten. Nun – das ist nichts besonderes. Aber es handelte sich um die erste Versammlung der deutschsprachigen Immobilieneigentümer dieser Gemeinde. Auf Seiten der Verwaltung waren Vertreter des Steueramtes und des Bauamtes anwesend, um neben dem Bürgermeister Rede und Antwort zu stehen. Gesprochen wurde über die Höhe der Grundsteuer, die Kosten für die Müllabfuhr, die geplanten Baumaßnahmen der Gemeinde und vieles mehr.  Gesprochen wurde auch über geplante Investitionen der Gemeinde in Milliardenhöhe – die im wesentlichen von Investoren erbracht werden sollen. Egal warum auch immer diese Veranstaltung stattgefunden hat – wir würden uns sehr wünschen wenn auch andere Gemeinden diesem Beispiel folgen würden.

Noch größer war unsere Überraschung, als uns vor zwei Wochen Steuerbescheide für einige Mitglieder auf den Tisch flatterten. Diese Mitglieder wohnen in  Gemeinden, die bisher zu den „Spitzenreitern“ gehörten. Dort wurde zum Teil der Höchstbetrag an Grundsteuer kassiert, den die gesetzliche Regelung zulässt.. Umso größer war unsere Überraschung! Im Hinblick auf die EU-Regelungen wurde dort der Steuerbetrag fast halbiert! Es erfolgt eine Rückerstattung zuviel bezahlter Steuern in Höhe von bis zu 40% schon für 2004. Derzeit prüfen wir, ob das nur für die gilt, die so wie unsere Mitglieder die Grundsteuer unter dem Vorbehalt der Rückforderung bezahlt hatten – oder ob alle Eigentümer betroffen sind. Wie man sich leicht denken kann, handelt es sich bei dieser Aktion wohl nicht um ein  „Geschenk“, sondern um eine Maßnahme unter „weiser Voraussicht“.  So etwas erlebt man selten – auch in diesem Falle können wir uns nur viele Nachahmer wünschen! An dieser Stelle ein „Danke-Schön“ an diese Gemeinden, die an beiden Ufern des Balaton liegen.

Aktuelles? Klar! Die ersten Erfahrungsberichte einiger Mitglieder (decken sich mit unseren eigenen Erfahrungen) über den Ablauf einer „EU-Aufenthaltserlaubnis“ liegen zwischenzeitlich vor. Da unser Firmensitz im Somogy-Komitat liegt, haben wir die ersten Nachrichten naturgemäß vorn dort.

Tendenz: auch hier ungewöhnlich, nämlich ungewöhnlich freundlich. Die Beamten sprechen deutsch, die Formulare gibt es in deutscher Sprache, die Kosten sind gering und das Verfahren selbst erscheint einfach zu sein.

Ein kleiner Wermutstropfen: man muss sich zur Komitatshauptstadt begeben. Es empfiehlt sich, den Besuch dort gut vorzubereiten – sonst ist man schneller vom Schalter weg, als man hingekommen ist. Wie wir feststellen konnten, ist es trotz allem nicht so ganz einfach, alles komplett zu haben. Es gibt auch die eine oder andere Frage, die weiteren Klärungsbedarf nach sich ziehen kann. Wer kann, sollte vielleicht doch einen Dolmetscher mitnehmen – kann sicher nicht schaden. Unnötige Diskussionen sind sinnlos und das mit Recht. Die Arbeitsabläufe lassen sich nur bewältigen, wenn alles komplett ist. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass die Beamten nicht nur deutschsprachige Immobilieneigentümer bearbeiten müssen. Bei unserem Besuch in Kaposvár gab es Antragsteller aus Mexiko, Rumänien, der Ukraine – und natürlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Unser Fazit nach 8 Wochen EU: Vieles wird sich mit relativ großer Geschwindigkeit ändern. Wichtig ist in solchen Zeiten der Zugriff auf verlässliche und aktuelle Informationen. Also bleibt unserer Empfehlung unverändert: Mitglied werden!

 

Mai 2004

stiftung@eigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Nepper, Schlepper, Bauernfänger ...  -  wer erinnert sich nicht an diese Sendung des deutschen Fernsehens, die jahrzehntelang mit großem Erfolg die Zuschauer vor den Bildschirm zog. Beschrieben wurden die Tricks und Methoden von „Geschäftemachern“ aller Art, deren Geschäfte meist nur einen Gewinner hatten - die aber „legal“ waren. Seit Jahren sammeln wir die uns von unseren Mitgliedern zugehenden Informationen über solche „Geschäftemacher“ in Ungarn.  Man sollte glauben, dass ein jeder daran interessiert sein sollte, nicht einem Nepper, Schlepper oder Bauernfänger in die Hände zu fallen.

Genau klar ist, dass diese Leute nicht sehr begeistert davon sind, dass ihre Methoden bekannt werden. Derzeit werden wir von einem Anwalt aus Kaposvár wegen „Rufschädigung“ verklagt – so was kommt vor. Wir werden abwarten, wie das Gericht entscheiden wird. Was wir aber mit Verblüffung feststellen mußten ist die Tatsache, das diese Leute Unterstützung finden – von deutschsprachigen Leuten die zwar in Ungarn leben, aber bei denen es noch (lange) nicht zu einem eigenem Heim gereicht hat. Klar, das Unterstützung gerade aus dieser Ecke kommt – diese Leute können ja auch nicht geschädigt werden! Wir werden in einer der nächsten Ausgaben vom Ergebnis dieses Rechtstreites berichten und bis dahin auch wissen, was mancher „Zeuge“ so zu sagen wusste. Dann haben auch die Leser des „Ungarn-Spiegel“ die Chance, sich ein eigenes Bild von mancher „Hilfsbereitschaft“ zu machen.

In diesem Zusammenhang wird im Monat Mai so mancher Traum zu Ende sein. Der Traum, endlich Eigentümer des eigenen Weinberges zu werden. Ab jetzt werden einige Verkäufer, Makler und Rechtsanwälte endlich beweisen können, dass auch Ausländer Grundstücke kaufen können, die sie gar nicht kaufen können. Logisch  - oder. Wenn auch Sie zu den „Glücklichen“ gehören, die endlich „Eigentümer“ werden können gibt es den Rat: Nicht aufregen, wenn´s nicht klappt!

Preiserhöhung? Der derzeit höchste Zuschuss eines deutschsprachigen Immobilieneigentümers zum Kanalbau in „seiner" Gemeinde von dem uns Unterlagen vorliegen, liegt bei ca. 400.000 Forint! Und dann gibt es auch noch den Fall, in dem ein Eigentümer seinen Beitrag zur Herstellung des Gasanschlusses brav bezahlt hat – das ganze Dorf hat auch einen Gasanschluß bekommen – nur einer nicht ...

Auch in diesem Jahr haben wir uns umgehört, was denn eine „Hausbetreuung“ so kostet. Und man glaubt es kaum: es gibt kaum eine Kostenerhöhung. Allerdings gilt das nur für die Spitzenbereiche. Immer noch ist die Süd-Westseite des Balaton Spitzenreiter. Die Kosten für einen „Rasenmäher“ und „Hauslüfter“ liegen unverändert bei 75 bis 80 Euro pro Monat! Und das für 12 Monate im Jahr – weil „Hauslüften“ ist (fast) soviel wie „Rasenmähen“. Na ja -  wem´s Spaß macht, soviel zu bezahlen ...

Was ist uns sonst in den letzten paar Wochen aufgefallen? Unverändert das Verhalten mancher Anwälte, wenn es „ernst“ wird. Neuestes Beispiel: ein Eigentümer erhält eine „letzte Mahnung“ zur Zahlung der Grunderwerbsteuer mit einer Fristsetzung von 15 Tagen. Geschickt wird die Sache an die Anwältin, die den Kaufvertrag gemacht hat. Die Anwältin schickt den Brief nach Deutschland. Soweit o.k. Für das Weitersenden des Briefes verlangt die Anwältin 20 Euro! Das ist deftig. Und dann legt Sie gleichzeitig das Mandat nieder. Wenn es also zu einer Fristversäumnis kommt, dann ist sie nicht mehr „zuständig“. Das ist zwar „legal“ – aber damit ist dem Eigentümer natürlich nicht geholfen, zumal ihm ja noch niemand gesagt hat, was in dem ungarischen Schreiben denn nun drinsteht. Also unverändert unser Ratschlag: Suchen Sie sich einen zuverlässigen Postbevollmächtigten!

Und dann gibt es da noch das „Firmengericht“ – auch hier kommt langsam „Butter bei die Fische“. Wer kein Firmenschild für seine Firma raushängt läuft Gefahr, im Firmenregister gelöscht zu werden. Das wurde vor wenigen Jahren eher als lächerlich betrachtet. Die allermeisten Firmen in ausländischer Hand hatten nur den Zweck, eine Immobilie zu kaufen und vielleicht auch noch zu vermieten. Ansonsten wollte hier niemand den Unternehmer spielen. Heute können wir von den ersten Löschungen „von Amts wegen“ berichten – und das ist bitter, wenn plötzlich so ein Weinberg ganz ohne Eigentümer rumsteht.

Und dann noch der Gaudi halber: die Frage wie denn nun zukünftig eine Anmeldung als Einwohner ablaufen soll, konnte erst am 29.04.04 definitiv beantwortet werden – weil vorher „wusste“ angeblich niemand, welchen Beschluss das Parlament –schon lange vorher- wohl gefasst hatte. Ein schönes Beispiel dafür, dass man sich nicht darauf verlassen sollte, was irgendwo „geschrieben“ steht – sondern sich selbst kümmern muss, damit man nicht am Schluss als letzter in der Reihe steht!

Zusammengefasst betrachtet wird also auch das Jahr 2004 anscheinend ein „ganz normales Jahr“ – freuen wir und drauf!

  

April 2004

stiftung@eigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Geschafft – Mann und Maus, Hund und Katz haben es überstanden. Wir sind umgezogen. Noch leben wir zwar „aus dem Koffer“ – aber in den nächsten Tagen ist es endgültig überstanden. Wir haben unseren Firmensitz nach Balatonboglár verlegt. Die Räume in Fonyód sind zu klein geworden, um allen Mitarbeitern Platz zu bieten. Darüber hinaus haben wir auch die Möglichkeiten geschaffen, Gespräche ungestört zu führen, Wissen zu speichern und auch ungewöhnliche Aufträge zu übernehmen ...

Unsere Büroräume befinden sich in dem neu geschaffenen „Service-Zentrum“ für Immobilieneigentümer in Ungarn.. Dort finden Sie neben fachkundiger Auskunft auch eine Anlaufstelle für juristische Sorgen und Nöte, sowie die Redaktion des Magazins (nicht nur) für deutschsprachige Immobilieneigentümer – den „Ungarn-Spiegel“. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Gelegenheit nutzen und uns einmal besuchen, um sich selbst zu überzeugen

Der Winter ist vorbei in Ungarn – also beginnt jetzt die „Saison“. Vielleicht ist aus diesem Grunde die erste Rate auf die Grundsteuer am 15.3. eines Jahres zur Zahlung fällig. Denn „Saison“ bedeutet ja schließlich auch, dass die deutschsprachigen Immobilieneigentümer jetzt wieder nach Ungarn kommen und nachzusehen, ob Haus und Hof die Winterwochen gut überstanden hat. Die Grundsteuerbescheide sind schon lange zugesandt – und wenn Sie noch keinen vorfinden, wenn Sie Ihren Briefkasten leeren, dann ist in den allermeisten Fällen etwas „schief gelaufen“ – und zwar bei Ihnen und nicht bei der Gemeinde!

Dieses Jahr ist voraussichtlich das letzte Jahr, in dem mit klaren Verstößen gegen ungarisches Recht mit „zweierlei Maß“ gemessen werden kann – demnächst gelten EU-Bestimmungen – wenn nicht alle Prognosen falsch sind ...! In diesem Zusammenhang kann es durchaus lohnend sein, die Grundsteuer „unter Vorbehalt“ zu zahlen.

In den letzten Wochen spüren wir auch einen weiteren Vorboten der EU. Immer wieder erreichen uns Anfragen betreffend die Gründung einer Existenz in Ungarn. Dazu gilt grundsätzlich, dass jeder EU-Bürger dort arbeiten kann, wo er will. Das gilt zumindest für alle Westeuropäer. Ausnahmen gibt es natürlich auch. Alles was „schon immer“ einer besonderen Genehmigung bedurfte, wird auch weiterhin kontrolliert werden (z.B. Ärzte, Rechtsanwälte etc.). Trotzdem können wir vor allzu großen Hoffnungen nur warnen. EU bedeutet nicht, dass in Ungarn plötzlich deutsches oder österreichisches Recht gilt. Die Landessprache bleibt natürlich weiterhin ungarisch und auch die teilweise schon mehr als nur „harten“ Geschäftsmethoden gegenüber Ausländern werden wohl Bestand haben.

Wer also von einer Karriere in der Immobilien-, Bau-, Kfz-Handel-, Tourismus- Gastronomie- und Hotelleriebrache träumt, sollte langsam wieder wach werden und erst einmal prüfen, wovon er geträumt hat. Dasselbe gilt für Handwerksbetriebe fast aller Art. Die Gründung einer Existenz ist noch das einfachste – die ersten 6 Monate zu „überleben“ ist nicht das schwerste. Doch danach beginnt das wahre Leben – und das birgt so seine Tücken ...

Unverändert erreichen uns auch Anfragen, was den Import von (eigenen) Kraftfahrzeugen angeht. Hier halten sich alle möglichen Stellen noch sehr bedeckt und es gibt praktisch nur Gerüchte. Ungarn hat zum Jahresanfang 2004 die Voraussetzungen für die Einfuhr von Fahrzeugen einmal wieder drastisch verschärft. Ob das Bestand haben kann ist eher nicht zu glauben. Aber bis heute gibt es einfach keine verlässliche Auskunft über die zukünftige Rechtslage. Trotzdem raten wir derzeit vom Kauf eines Fahrzeuges in Ungarn eher ab. Insbesondere im Gebrauchtwagenbereiche sind die Preise utopisch hoch.

Wie Tausende andere auch beobachten wir mit großem Interesse den Immobilienmarkt. Wer kennt sie nicht die Prognosen: „...wenn erst die EU kommt ...“. Na ja – in zwei Monaten ist es soweit. Allerdings lässt sich das im Immobilienhandel noch nicht feststellen. Angebot riesig – Nachfrage wenig bis gar nichts. Das ist derzeit die Situation. Und auch wenn zum Beispiel in Deutschland von einem „wirtschaftlichen Aufschwung“ die Rede ist (ja,ja – sehen manche schon ganz genau) heißt das noch lange nicht, dass sich neue Völkerscharen auf dem Weg nach Ungarn befinden.. Wer die Angebote einzelner Makler beobachtet stellt fest, dass seit einiger Zeit immer wieder Preise gestrichen werden – und durch niedrigere Preise ersetzt werden! In diesem Zusammenhang: deutschsprachige ungarische Makler im Internet müssen nicht zwangsläufig „gut“ sein – es lohnt sich, auch die „ungarischen Seiten“ anzusehen. Dort findet sich oftmals dasselbe Objekt zu ganz anderen Konditionen (z.B. das "Service-Zentrum" in Balatonboglár war mit einem Preisunterschied von 7 Mio. Forint zu finden!). Also schon aus diesem Grund ein „Hurra“ auf das Internet.

In diesem Zusammenhang : Wie viele deutschsprachige Immobilieneigentümer es in Ungarn gibt, weiß „offiziell“ niemand. Es gibt keinerlei verlässliche überregionale Statistik. Die einzigen, die sich um diese Zahlen zu kümmern scheinen, sind wir. Die Schätzungen reichen von „ein paar tausend“ bis „ein paar tausend“. Nun denn : wenn man die zugänglichen Zahlen der drei Komitate „rund um den Balaton“ der letzten Jahre zusammenzählt, dann kommt man „rund um den Balaton“ auf ca. 25.000 Immobilen in deutschsprachiger Hand!!! Da sind alle diejenigen noch nicht berücksichtigt, die ihren Weinberg durch einen „Treuhänder“ halten lassen. Da sind auch diejenigen noch nicht dabei, deren Immobilie einer „ungarischen Firma“ gehört. Nicht dabei sind die geschätzten 15.000 Eigentümer an der Westgrenze zu Österreich. Nicht dabei sind die geschätzten 10.000 entlang der Südgrenze in Richtung Pécs., Und nicht dabei sind noch „ein paar Tausend“ in Budapest, im Tisza- und Donaubereich und in vielen kleinen, unbekannten Dörfern.

Ja – sehr verehrter Leser. So sieht das aus! Und das sind alles keine Touristen, die mal eben für 14 Tage ins Land kommen. Und wer weiß, welche hohen Stellenwert der Tourismus in Ungarn hat, der kann sich nur wundern, wie stiefmütterlich die Immobilieneigentümer behandelt werden. Diese „Minderheit“ ist in der Realität der Motor, der in vielen Regionen manchen Wirtschaftszweig mehr als nur unterstützt. Auch die ungarische Wirtschaft hat anscheinend noch gar nicht erkannt, welch riesiges Potential die Immobilieneigentümer bieten. Sicher: TESCO, METRO und OBI und viele andere sind auch so gut besucht – aber mancher (viele) Forint kann dort nur ausgegeben werden, weil zuvor unverhofft mit einem Ausländer ein „großer Kundendienst“ ins Haus geschneit kam. Oder jemand –eben dieser Ausländer- hat sich mal eben eine Küche nach Maß bauen lassen. Oder ein anderer hat sich eine Garage zum „Ausländerpreis“ geleistet. Aber nicht nur „die Kleinen“ sehen uns eher als „glücklichen Zufall“ – selbst die europäischen Multis vertrauen darauf, dass –wie in Ungarn nicht unüblich- alles schon irgendwie laufen wird.

Und aus diesen Grunde rufen wir Sie auf: Zeigen Sie Flagge! Legen Sie Wert darauf, zur Kenntnis genommen zu werden! Zeigen Sie der ungarischen Wirtschaft, dass auch Immobilieneigentümer „Lesen und Schreiben“ können. Unterstützen Sie verstärkt die Unternehmen, die sich um Sie kümmern – sei es durch Werbung oder Service! Wehren Sie sich gegen die Einstufung als „Schaf“!

  

März 2004

stiftung@eigentuemerstiftung-ungarn.de informiert:

Geschafft – Mann und Maus, Hund und Katz haben es überstanden. Wir sind umgezogen. Noch leben wir zwar „aus dem Koffer“ – aber in den nächsten Tagen ist es endgültig überstanden. Wir haben unseren Firmensitz nach Balatonboglár verlegt. Die Räume in Fonyód sind zu klein geworden, um allen Mitarbeitern Platz zu bieten. Darüber hinaus haben wir auch die Möglichkeiten geschaffen, Gespräche ungestört zu führen, Wissen zu speichern und auch ungewöhnliche Aufträge zu übernehmen ...

Unsere Büroräume befinden sich in dem neu geschaffenen „Service-Zentrum“ für Immobilieneigentümer in Ungarn.. Dort finden Sie neben fachkundiger Auskunft auch eine Anlaufstelle für juristische Sorgen und Nöte, sowie die Redaktion des Magazins (nicht nur) für deutschsprachige Immobilieneigentümer – den „Ungarn-Spiegel“. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Gelegenheit nutzen und uns einmal besuchen, um sich selbst zu überzeugen

Der Winter ist vorbei in Ungarn – also beginnt jetzt die „Saison“. Vielleicht ist aus diesem Grunde die erste Rate auf die Grundsteuer am 15.3. eines Jahres zur Zahlung fällig. Denn „Saison“ bedeutet ja schließlich auch, dass die deutschsprachigen Immobilieneigentümer jetzt wieder nach Ungarn kommen und nachzusehen, ob Haus und Hof die Winterwochen gut überstanden hat. Die Grundsteuerbescheide sind schon lange zugesandt – und wenn Sie noch keinen vorfinden, wenn Sie Ihren Briefkasten leeren, dann ist in den allermeisten Fällen etwas „schief gelaufen“ – und zwar bei Ihnen und nicht bei der Gemeinde!

Dieses Jahr ist voraussichtlich das letzte Jahr, in dem mit klaren Verstößen gegen ungarisches Recht mit „zweierlei Maß“ gemessen werden kann – demnächst gelten EU-Bestimmungen – wenn nicht alle Prognosen falsch sind ...! In diesem Zusammenhang kann es durchaus lohnend sein, die Grundsteuer „unter Vorbehalt“ zu zahlen.

In den letzten Wochen spüren wir auch einen weiteren Vorboten der EU. Immer wieder erreichen uns Anfragen betreffend die Gründung einer Existenz in Ungarn. Dazu gilt grundsätzlich, dass jeder EU-Bürger dort arbeiten kann, wo er will. Das gilt zumindest für alle Westeuropäer. Ausnahmen gibt es natürlich auch. Alles was „schon immer“ einer besonderen Genehmigung bedurfte, wird auch weiterhin kontrolliert werden (z.B. Ärzte, Rechtsanwälte etc.). Trotzdem können wir vor allzu großen Hoffnungen nur warnen. EU bedeutet nicht, dass in Ungarn plötzlich deutsches oder österreichisches Recht gilt. Die Landessprache bleibt natürlich weiterhin ungarisch und auch die teilweise schon mehr als nur „harten“ Geschäftsmethoden gegenüber Ausländern werden wohl Bestand haben.

Wer also von einer Karriere in der Immobilien-, Bau-, Kfz-Handel-, Tourismus- Gastronomie- und Hotelleriebrache träumt, sollte langsam wieder wach werden und erst einmal prüfen, wovon er geträumt hat. Dasselbe gilt für Handwerksbetriebe fast aller Art. Die Gründung einer Existenz ist noch das einfachste – die ersten 6 Monate zu „überleben“ ist nicht das schwerste. Doch danach beginnt das wahre Leben – und das birgt so seine Tücken ...

Unverändert erreichen uns auch Anfragen, was den Import von (eigenen) Kraftfahrzeugen angeht. Hier halten sich alle möglichen Stellen noch sehr bedeckt und es gibt praktisch nur Gerüchte. Ungarn hat zum Jahresanfang 2004 die Voraussetzungen für die Einfuhr von Fahrzeugen einmal wieder drastisch verschärft. Ob das Bestand haben kann ist eher nicht zu glauben. Aber bis heute gibt es einfach keine verlässliche Auskunft über die zukünftige Rechtslage. Trotzdem raten wir derzeit vom Kauf eines Fahrzeuges in Ungarn eher ab. Insbesondere im Gebrauchtwagenbereiche sind die Preise utopisch hoch.

Wie Tausende andere auch beobachten wir mit großem Interesse den Immobilienmarkt. Wer kennt sie nicht die Prognosen: „...wenn erst die EU kommt ...“. Na ja – in zwei Monaten ist es soweit. Allerdings lässt sich das im Immobilienhandel noch nicht feststellen. Angebot riesig – Nachfrage wenig bis gar nichts. Das ist derzeit die Situation. Und auch wenn zum Beispiel in Deutschland von einem „wirtschaftlichen Aufschwung“ die Rede ist (ja,ja – sehen manche schon ganz genau) heißt das noch lange nicht, dass sich neue Völkerscharen auf dem Weg nach Ungarn befinden.. Wer die Angebote einzelner Makler beobachtet stellt fest, dass seit einiger Zeit immer wieder Preise gestrichen werden – und durch niedrigere Preise ersetzt werden! In diesem Zusammenhang: deutschsprachige ungarische Makler im Internet müssen nicht zwangsläufig „gut“ sein – es lohnt sich, auch die „ungarischen Seiten“ anzusehen. Dort findet sich oftmals dasselbe Objekt zu ganz anderen Konditionen (z.B. das "Service-Zentrum" in Balatonboglár war mit einem Preisunterschied von 7 Mio. Forint zu finden!). Also schon aus diesem Grund ein „Hurra“ auf das Internet.

In diesem Zusammenhang : Wie viele deutschsprachige Immobilieneigentümer es in Ungarn gibt, weiß „offiziell“ niemand. Es gibt keinerlei verlässliche überregionale Statistik. Die einzigen, die sich um diese Zahlen zu kümmern scheinen, sind wir. Die Schätzungen reichen von „ein paar tausend“ bis „ein paar tausend“. Nun denn : wenn man die zugänglichen Zahlen der drei Komitate „rund um den Balaton“ der letzten Jahre zusammenzählt, dann kommt man „rund um den Balaton“ auf ca. 25.000 Immobilen in deutschsprachiger Hand!!! Da sind alle diejenigen noch nicht berücksichtigt, die ihren Weinberg durch einen „Treuhänder“ halten lassen. Da sind auch diejenigen noch nicht dabei, deren Immobilie einer „ungarischen Firma“ gehört. Nicht dabei sind die geschätzten 15.000 Eigentümer an der Westgrenze zu Österreich. Nicht dabei sind die geschätzten 10.000 entlang der Südgrenze in Richtung Pécs., Und nicht dabei sind noch „ein paar Tausend“ in Budapest, im Tisza- und Donaubereich und in vielen kleinen, unbekannten Dörfern.

Ja – sehr verehrter Leser. So sieht das aus! Und das sind alles keine Touristen, die mal eben für 14 Tage ins Land kommen. Und wer weiß, welche hohen Stellenwert der Tourismus in Ungarn hat, der kann sich nur wundern, wie stiefmütterlich die Immobilieneigentümer behandelt werden. Diese „Minderheit“ ist in der Realität der Motor, der in vielen Regionen manchen Wirtschaftszweig mehr als nur unterstützt. Auch die ungarische Wirtschaft hat anscheinend noch gar nicht erkannt, welch riesiges Potential die Immobilieneigentümer bieten. Sicher: TESCO, METRO und OBI und viele andere sind auch so gut besucht – aber mancher (viele) Forint kann dort nur ausgegeben werden, weil zuvor unverhofft mit einem Ausländer ein „großer Kundendienst“ ins Haus geschneit kam. Oder jemand –eben dieser Ausländer- hat sich mal eben eine Küche nach Maß bauen lassen. Oder ein anderer hat sich eine Garage zum „Ausländerpreis“ geleistet. Aber nicht nur „die Kleinen“ sehen uns eher als „glücklichen Zufall“ – selbst die europäischen Multis vertrauen darauf, dass –wie in Ungarn nicht unüblich- alles schon irgendwie laufen wird.

Und aus diesen Grunde rufen wir Sie auf: Zeigen Sie Flagge! Legen Sie Wert darauf, zur Kenntnis genommen zu werden! Zeigen Sie der ungarischen Wirtschaft, dass auch Immobilieneigentümer „Lesen und Schreiben“ können. Unterstützen Sie verstärkt die Unternehmen, die sich um Sie kümmern – sei es durch Werbung oder Service! Wehren Sie sich gegen die Einstufung als „Schaf“!

 

Februar 2004

stiftungeigentuemerstiftung ungarn.de informiert:

Das Jahr 2004 hat begonnen. Wir wollen die heutige Ausgabe des Ungarn-Spiegel nutzen, um über unsere Selbsthilfe-Organisation und unsere Ziele zu berichten. Die „Stiftung deutscher Immobilieneigentümer in Ungarn“ wurde im Jahre 2001 gegründet. Es ist unser Ziel, die Interessen deutschsprachiger Immobilieneigentümer (und solcher, die es werden wollen) zu vertreten. Wir wollen eine Art von Gegengewicht sein, dass es den Immobilieneigentümern ermöglicht, berechtigte Anliegen zu formulieren und geltend zu machen. Das beginnt bei konkreten Fragen von A (wie Aufenthaltserlaubnis) bis Z (wie Zoll), geht über allgemeine Fragen (z.B. zur Krankenversicherung in Ungarn) bis hin zur „Ersten Hilfe“ (z.B. bei Fahrzeugpannen und Unfällen).

Die „Stiftung deutscher Immobilieneigentümer in Ungarn“ versucht nach besten Kräften die angebotenen Service- und Dienstleistungen möglichst professionell anzubieten. Damit ist auch schon klar, dass wir mit den vielerorts existierenden „Vereinen“ und „Stammtischen“ nur wenig gemeinsam haben – diese jedoch gerne unterstützen. „Professionell“ heißt, dass wir z.B. derzeit 5 Haupt- und 3 Nebenberufliche Mitarbeiter beschäftigen, die sich um alle anfallenden Belange kümmern. Das heißt natürlich auch, dass wir über einen geregelten Bürobetrieb verfügen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten verfügen.

Es gibt allerdings auch einen kleinen „Wermutstopfen“: Die „Stiftung deutscher Immobilieneigentümer in Ungarn“ wird (bisher) von keinerlei Stelle unterstützt. Die deutschsprachigen Immobilieneigentümer in Ungarn werden weitgehend „übersehen“, obwohl deren Existenz in weiten Gegenden Ungarns fast unverzichtbar geworden ist. Praktisch niemand hat eine genaue Vorstellung über die Zahl der Eigentümer – obwohl es alleine „rund um den Balaton“ ca. 25.000 Immobilien gibt, die letztendlich in ausländischer Hand sind. Wir finanzieren uns weitgehend aus Mitgliedsbeiträgen (19.800 Forint pro Jahr in 2004). Diese Mitgliedsbeiträge sind so kalkuliert, dass damit die anfallenden Kosten der Stiftung ausgeglichen werden können. Das diese relativ geringen Beträge bei weitem nicht ausreichen, um für einzelne Mitglieder deren individuelle Aufgaben zu erledigen, liegt auf der Hand. Für solche Fälle wird jedoch kostengünstig Personal zur Verfügung gestellt.

Die weit überwiegende Zahl unserer Mitglieder sieht in uns so eine Art von „Rückversicherung“ -  man weiß nie, wann man sie braucht ...  Aber es ist beruhigend zu wissen, dass man sie hat, wenn man sie braucht ...

Allerdings wächst die Zahl derjenigen, die zu uns kommen, wenn das „Kind schon im Brunnen liegt“. Unverändert wird mangelndes Wissen über Land und Leute vielerorts schamlos ausgenutzt. Fehlende Sprachkenntnisse führen zu teuren Fehlern und mit einem Lächeln wird hemmungslose „Geschäftstüchtigkeit“ überdeckt (davon mehr weiter unten). Dann ist das Gejammer groß und mancher, der „ein paar ...zigtausend Euro“ in den Sand gesetzt hat ist überrascht, wenn ihm nun nicht umsonst geholfen wird. Das ist dann eben Pech ...

Zum Jahresanfang vertreten wir die Interessen von mehr als 700 deutschsprachigen Immobilieneigentümern. Für ungefähr 200 Eigentümer übernehmen wir die Aufgabe eines „Bevollmächtigten“ – sind also „Vertreter vor Ort“ und damit auch konkret Ansprechpartner für Gemeinden und Versorgungsunternehmen. Die stetig wachsende Zahl unserer Mitglieder macht uns langsam aber sicher zu einem Gesprächspartner für viele Stellen, der nicht so einfach ignoriert werden kann!

Um den stetig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, wird der Sitz der Stiftung mit Wirkung zum 15.02.2004 nach Balatonboglár verlegt. Dort wird in Zusammenarbeit mit anderen das „Service Zentrum Balatonboglár“ aufgebaut. In einem Gebäude finden Sie zukünftig Unterstützung in (fast) allen Fragen des ungarischen Lebens. Das großzügige Bürogebäude bietet Platz, um für weiteres Wachstum gewappnet zu sein. Da die Mitgliedschaft in der „Stiftung deutscher Immobilieneigentümer in Ungarn“ für jedermann möglich ist, laden wir auch Sie ein, sich unserer Interessengemeinschaft anzuschließen.

Eine Mitgliedschaft bringt besonders im Jahre 2004 Sinn. Entgegen den allgemeinen „Friede-Freude-Eierkuchen Berichten“ die allerorts zu lesen sind, wird alleine der EU-Beitritt Ungarns Veränderungen bringen – Veränderungen, auf die Ungarn noch nicht umfassend vorbereitet ist. In dieser Ausgabe des Ungarn-Spiegel (und auch den nachfolgenden) können Sie nachlesen, was es noch zu tun gibt.

Mancher bezeichnet das Jahr 2004 schon jetzt als das „Jahr der geplatzten Träume“. In diesem Jahr wird sich konkret zeigen, ob mit der EU auch die Investoren, Immobilienkäufer, Touristen wieder kommen. Vielleicht bringt die EU auch Wasser in den Balaton – auch das halten manche für möglich. Es wird sich zeigen, ob die finanziellen Unterstützungen der EU auch das Ziel erreichen und für die Mehrheit der Bevölkerung Verbesserungen mit sich bringen. Westeuropa hat den „Konsum auf Pump“ hinter sich – Ungarn ist mittendrin. Und irgendwie erwarten alle anscheinend so eine Art von Wunder. Bestimmt erscheint am 1. Mai ein Engel am Himmel und alles wird gut ...

Doch falls es zufällig anders kommt, sind diese Träume zerplatzt wie die berühmte Seifenblase. Aber machen Sie doch einfach mal die Probe aufs Exempel: Versuchen Sie etwas einfaches, lapidares: Verlangen Sie –von wem auch immer- eine konkrete Auskunft über das ab dem 1. Mai geltende Anmeldeverfahren/die Aufenthaltserlaubnis für Ausländer. Die Sache ist im EU-Recht geregelt! Sie fragen also nur nach dem Ablauf einer Verwaltungsrichtlinie, die in wenigen Wochen umgesetzt werden kann/soll/muss! Na dann – viel Vergnügen ...

Da ist schon beruhigender, was aus EU-Land zu hören ist. Zukünftig können sich EU-Bürger auch ambulant in Ungarn behandeln lassen, ohne das ein akuter Notfall vorliegt. Dafür wird dann kein Auslandskrankenschein mehr benötigt. Man zahlt die Sache und reicht die Rechnung bei der Krankenkasse ein. Das war schon lange überfällig – dafür ein Dank an die EU. Allerdings gibt es zu denken, wenn wir aus dem Kreise unserer Mitglieder hören: dass Rezepte deutscher Ärzte seit dem 1.1.2004 in Ungarn keine Gültigkeit mehr haben  - wieder ein typischer Fall von „Denkste“.

Und so gibt es jeden Tag neue Dinge, immer schön nach dem Motto:“... was man weiß – was man wissen sollte ...“

  

 

Januar 2004

stiftungeigentuemerstiftung ungarn.de informiert:

Hallo und willkommen im Jahr 2004 wünschen wir allen Lesern des „Ungarn-Spiegel“. Auch in diesem Jahr werden wir über „Altes“ und „Neues“ berichten. Da jedoch der Platz für unsere Beiträge begrenzt ist, können wir auch in diesem Jahr viele Dinge nur anschneiden. 

Das Jahr fängt gut an: Mit den obligatorischen Preiserhöhungen. Unter anderem sollen ab diesem Jahr die Rechtsanwaltskosten mit einer Mehrwertsteuer in Höhe von 25% belegt. Da man in aller Regel bei Rechtsgeschäften eine Rechnung will (und braucht), verteuert sich also diese Dienstleistung deutlich. Da hilft nur, unsere Vertragsanwältin in Anspruch zu nehmen – denn 25% von „nicht so viel“ ist dann eben auch „nicht so viel“ ...

Der Countdown zum EU-Beitritt läuft. Damit ändert sich dann manches - aber leider nicht so, wie von vielen erwartet! Es steht fest, daß auch nach dem EU-Beitritt noch lange nicht ein jeder ein jedes Grundstück kaufen kann. Für mindestens 7 Jahre (evtl. auch für 10 Jahre!!!) wird es Einschränkungen geben. Das sorgt für Handlungsbedarf bei manchen Leuten – warum?  Na ja – weil Mann (auch Frau) jeden Tag ein bißchen älter wird. Nicht schlimm? Nein – nicht schlimm, wenn man nicht vor Jahren in Ungarn ein „Geschäft“ besonderer Art gemacht hat. Wie es scheint (nicht, daß ich konkretes sagen könnte – das „lernt“ man von manchem Grundbuchamt hierzulande), soll es Leute geben, die mit irgendwelchen Freunden, Bekannten, Nachbarn etc. (aber anscheinend nie/selten mit einem guten (!) Anwalt oder Steuerberater) Verträge gemacht haben. In diesen Verträgen geht es darum, Immobilieneigentum zu übertragen, „...sobald Ungarn in der EU ist...“ (ums Geld ging es natürlich immer sofort). Doch niemand hat sich um die dann geltenden „Spielregeln“ gekümmert. Und mancher dieser Leute war gut um/oder über die sechzig Jahre alt bei diesem Deal – und wird nun deutlich über siebzig sein, bis sich was tut...

Und nun kommen die Fragen: Was ist wenn ich sterbe, bevor ich Eigentümer werde? Antwort: (Vielleicht) Pech gehabt! Ein anderer fragt: Was ist, wenn mein Vertragspartner stirbt, bevor alles wahr wird? Antwort: (Vielleicht) Pech gehabt! Ein Dritter fragt: Was ist, wenn die Bedingungen nochmals geändert werden? Antwort: (Vielleicht) Pech gehabt! Oder gar: Was ist, wenn mein Vertragspartner sich irgendwann etwas anders überlegt? Antwort: (Vielleicht) Pech gehabt! Und so gibt es der Fragen noch mehr – und alles gipfelt dann in der Frage: „Was kann ich tun“. Und darauf gibt es nun leider recht viele Antworten – immer abhängig vom Einzelfall. Und weil es schon besser wäre, jetzt und heute über eine „optimale“ Lösung nachzudenken, sollten sich die Betroffenen baldmöglichst guten –besser: unseren neutralen- Rat einholen, solange sich alle Beteiligten wenigstens noch ein bißchen erinnern können!

Immer wieder hören wir Worte wie „es wird sich manches ändern“, oder „es wird sich noch mancher wundern“ beim EU-Beitritt – allein es bleibt die Frage, was sich denn ändern soll – oder wer sich wundern wird? Zuerst einmal ist wohl zu berücksichtigen, daß der EU-Beitritt mit Versprechungen hoch gelobt (oder „hochgelobt“?) wird. In wieweit das jedoch für die deutschsprachigen Immobilieneigentümer in Ungarn so sehr vorteilhaft ist, bleibt abzuwarten. Sicher, ein ganz entscheidender „Vorteil“ wird kommen: Wenn man seine paar Möbel hierher bringt, wird man von keinem Zöllner mehr aufgehalten. Man spart auch ein paar Euro an Zoll – das wird sich schon über irgend eine andere Art des europäischen Geldtransfers ausgleichen. Und man braucht auch keine besondere Aufenthaltserlaubnis mehr – für die größte Zahl der Immobilieneigentümer sowieso eher uninteressant, denn noch gilt es, die „Kreuzerchen“ im Heimatland zu verdienen.

Die andere Seite wird uns deutlich mehr berühren. Der Sprung ist die EU ist nämlich von ein paar Bedingungen abhängig, wie z.B. Wirtschaftliche Stabilität, Einkommensituation etc. – und in diesen Bereichen werden sich die Ausländer deutlich mehr wundern, als die Ungarn. Seit Monaten verfolgen wir die Klagen in den verschiedensten Leserbriefen in der deutschsprachigen Presse über die enorm gestiegen Kosten. Das ist doch aber nur eine kleines Stückchen des Abschiedes vom „alten Ungarn“. Bei Lohnerhöhungen von bis zu 100% in kürzester Zeit in einigen Bereichen ist eine solche Preisentwicklung auch nur logisch – und wer hat jemals gehört, das Preiserhöhungen zurück genommen wurden, nur damit die Leute mehr Geld in der Tasche haben?

Was wird das neue Jahr noch mit sich bringen? Unangenehmes – leider! Die kommende EU läßt weitere „Glücksritter“ auf Ungarn aufmerksam werden – in den meisten Fällen daran erkennbar, daß zwar fließend deutsch gesprochen wird, von großen Geschäften erzählt wird (vielleicht auch noch von guter Arbeit) – aber das dann diese „Wunderkinder der europäischen Wirtschaft“ z.B. zumeist nicht das Geld für eine eigene Bleibe in Ungarn haben, sondern irgendwo günstig zur Miete wohnen – und wer nichts verlieren kann, kann dann ja alles riskieren. Um es deutlich zu sagen: wir reden nicht von den Leuten, die  –aus welchen Gründen auch immer- ihr Geld nicht in ungarischen Immobilien investieren wollen und trotzdem Freude an Ungarn gefunden haben und hier in aller Ruhe leben wollen. Wir reden von einigen Leuten, die mit deutschsprachigen Immobilieneigentümern „Geschäfte“ machen wollen. Also gilt: Augen auf